In China traf die Astrologie auf den religiösen Glauben. Und zwar hiess der Glaube: Der Himmel ist die oberste Gottheit, und in der Ordnung der Welt ist auch das menschliche Dasein eingeschlossen. Auch in China war die Astrologie einst Staatsangelegenheit und wurde von den Kaisern gefördert. Die zwölf Bildertierkreise sind allerdings stets anders als unsere gewesen, nämlich Ratte, Stier oder Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf oder Ziege, Affe, Hahn, Hund und Schwein.
Die Legende berichtet, dass Buddha eines Tages alle Tiere der Schöpfung zu
sich bat und ihnen eine Belohnung in Aussicht stellte, wenn sie seiner Bitte
nachkommen würden.
Nur zwölf Tiere folgten seiner Einladung, am schnellsten kam die Ratte, dann
der Büffel, der Tiger, der Hase, der Drache, die Schlange, das Pferd, die
Ziege, der Affe, der Hahn, der Hund und schliesslich das Schwein.
Die Belohnung bestand darin, dass Buddha ihnen jedes zwölfte Jahr schenkte, das heisst, diese zwölf Tiere waren nun die Regenten der Zeit und des Schicksalablaufs; denn nicht nur das Jahr gehörte ihnen, sondern alles, was in diesem Jahr passierte, sollte unter ihrem Einfluss stehen. Damit prägten diese zwölf Tiere jedem Jahr ihren eigenen Stempel auf, der sich auch auf die Geborenen dieses Jahres bezog. So wurden unter dem Jahr der Ratte die Neugeborenen mit Ratteneigenschaften versehen, die unter dem Büffel Geborenen mit Büffeleigenschaften usw.
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